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Feuerwehren die Minifeuerwehren anbieten

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Das inzwischen immer größere werdende Interesse, Kinder im Alter bis zu 10 Jahren bereits
mit Feuerwehrthemen vertraut zu machen und somit diese in frühem Stadium an die
Freiwillige Feuerwehr zu binden, veranlasst den Feuerwehrverband Wetzlar
diese Handreichung seinen interessierten Mitgliedsfeuerwehren anzubieten.
Wir danken an dieser Stelle dem Feuerwehrverband Limburg-Weilburg für die zur verfügung
stellung dieser Informationen.

Das Thema Nachwuchsförderung wird für die Freiwilligen Feuerwehren nicht nur vor dem
Hintergrund des demografischen Wandels immer wichtiger. Gerade in unserem ländlichen
Raum weisen die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehren und der Jugendfeuerwehren
immer wieder auf die Gefahren hin, die durch große Lücken im Nachwuchs entstehen können.
Deshalb halten wir es für sehr wichtig, dass unsere Freiwilligen Feuerwehren über
Informationen und Möglichkeiten verfügen, um somit frühzeitig die bei Kinder bereits vor dem
Jugendfeuerwehr-Eintrittsalter schon ohnehin verstärkt vorhandene Begeisterungsfähigkeit für
technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge (zur Bindung an die Feuerwehr) zu
nutzen.
Im Rahmen der bereits seit langer Zeit von den Feuerwehren insbesondere im ländlichen
Raum nahezu flächendeckende erfolgreich betriebenen Brandschutzerziehung in
Kindergärten und Grundschulen taucht immer wieder die Frage aus den Reihen der Kinder
auf „Kann ich zur Feuerwehr kommen?“ – Bislang gab es nur eine Antwort: „Wenn Du 10
Jahre alt bist, darfst Du gerne zur Jugendfeuerwehr kommen.“ Diese Antwort kann wohl auf
Dauer nicht die alleinige bleiben. Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, damit
Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren spielerisch an das Feuerwehrspektrum und an ein
späteres Engagement in der Jugendfeuerwehr herangeführt werden können. Gleichzeitig sind
bereits bestehende Initiativen abzusichern.

Um Überschneidungen mit bereits gesetzlichen Aufgaben sowie organisatorischen und
personellen Verantwortlichkeiten der Jugendfeuerwehr und der Brandschutzerziehung zu
vermeiden, sollten eigene Ziele für die Kinderfeuerwehr festgelegt werden.
Die nachfolgenden Beispiele können als Hauptziele bei der Kinderfeuerwehr verfolgt werden:


Förderung der „Fachkompetenzen“
• Verhalten bei Gefahr
• Umgang mit Zündmittel und brennbaren Materialien
• Verkehrserziehung
• Kleine Erste Hilfe für Kinder
• Umgang mit dem Element „Wasser“

Förderung der „Sozialkompetenzen“ Teamwork
• Stärkung des Selbstwertes
• Training des Sozialverhaltens

Allgemeine Freizeitbeschäftigung für Kinder
• Spielen
• Basteln
• Geschichten erzählen
• Ausflüge, Besichtigungen

Abgrenzung zur Brandschutzerziehung und Jugendfeuerwehr

Sowohl von den Verantwortlichen der Brandschutzerziehung als auch der Jugendfeuerwehr
wird eine klare Abgrenzung zu den Aktivitäten als unbedingt erforderlich gesehen.
Auch aufgrund der andersartigen Zieldefinition und Vermeidung von Mehrfachbelastungen
von einzelnen Personen ist eine deutliche Abgrenzung in personeller, terminlicher und
inhaltlicher Hinsicht notwendig.
Die Kinderfeuerwehr muss sich als eigene Abteilung in der Feuerwehr profilieren. Bei dieser
Profilierung und Orientierung sollten allerdings sowohl die Verantwortlichen der
Jugendfeuerwehr als auch die der Brandschutzerziehung mitwirken.

Aufsichtspflicht

Ein sehr wichtiger Aspekt ist die Aufsichtspflicht gegenüber den Minderjährigen. Die
anvertrauten Kinder werden von ihren Eltern zu den angesetzten Terminen den
Betreuern/Betreuerinnen übergeben. Mit dieser Übergabe wird die Aufsichtspflicht bis zur
Abholung der Kinder am Ende des Treffens übertragen. Damit ist eine mit personell
ausreichend ausgestattetem Personal gewissenhafte Fürsorge und Aufsicht unverlässlich. Bei
Verletzungen der Aufsichtspflicht kann neben den Aufsichtspersonen auch der Träger der
Kinderfeuerwehr (Feuerwehrverein, Kommune) zur Verantwortung gezogen werden.

Versicherungsschutz

Grundsätzlich sind alle Feuerwehrangehörigen gemäß HBKG (Mitglieder der Einsatzabteilung,
Jugendfeuerwehr, Ehren-/Altersabteilung) ab dem Alter von 10 Jahren über die Unfallkasse
Hessen gegen Unfallfolgen im Dienst versichert. Alle anderen Mitglieder der Feuerwehren
(Feuerwehr-Vereinsmitglieder) können über andere Versicherungen (z.B. SV Sparkassen
Versicherung – Floriansvertrag) gegen Prämie gegen Unfallfolgen, Haftpflicht und andere
Risiken versichert werden.
Dies bedeutet, dass von Feuerwehrvereinen getragene Kinderfeuerwehren ein
Versicherungsschutz nur beim Abschluss einer eigenen Versicherung des Vereins und der
Vereinsmitgliedschaft der Kinder und der Betreuer/Betreuerinnen besteht.
Bei einer von der Kommune getragenen Kinderfeuerwehr kann diese Kommune eine
zusätzliche Unfallversicherung die Betreuer/Betreuerinnen abschließen.
Da Kindergarten- und Kindertagesstättenkinder über ihren Träger bereits bei einer
gesetzlichen Unfallversicherung versichert sind, kann dieser Versicherungsschutz in Anspruch
genommen werden, indem man die Treffen der Feuerwehr-Kindergruppen als Nachmittags-
Angebote/-Veranstaltungen dieser Einrichtungen stattfinden lässt. Veranstaltungen in
Grundschulen könnten ebenfalls über ähnliche Angliederungen abgesichert werden. Hierbei
entsteht ein noch zu lösendes Problem, wenn Kinder hinzugehören sollen, die nicht in diesem
Kindergarten untergebracht sind.
Der Transport der Mitglieder der Kinderfeuerwehr mit Feuerwehrfahrzeugen ist aufgrund der
fehlenden gesetzlichen Voraussetzungen als auch der nicht vorhandenen Kindersitze zu
unterlassen. Es sei denn, dass die erforderlichen Sitze von dem Feuerwehrverein oder dem
Träger der Feuerwehr in erforderlicher Zahl bereitgestellt werden und die erforderlichen
Rückhaltesysteme vorhanden sind sowie ein Transport von der Kommune ausdrücklich
erlaubt ist.

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